Laborcontainer Modulbau – Bau, Modularität, Erweiterbarkeit
Eigene Endfertigung im Werk Albstadt: Stahlrahmen, labortaugliche Oberflächen, Serienfertigung für LABtoGO und individuelle Sonderprojekte – Made in Germany.
Spezialisiert auf BSL-2-, BSL-3-, GMP- und ATEX-Module. Kein Bürocontainer-Bau, keine Wohncontainer – ausschließlich modularer Laborbau mit eigener Fertigungstiefe und Qualitätskontrolle in Deutschland.
Modulare Laborcontainer-Fertigung: Stahlrahmen und BSL-3-Engineering
Die Fertigung eines Planexus-Laborcontainers folgt einem definierten Prozess: Stahlrahmen-Schweissung und Korrosionsschutz, Wand- und Deckeneinbau, Elektroinstallation nach VDE, Lüftungstechnik nach DIN 1946-7, Medienversorgung, Innenausbau mit labortauglichen Oberflächen, Ausstattungsmontage und Endkontrolle. Jeder Schritt wird im Fertigungsprotokoll dokumentiert.
Die Containermodule werden bei spezialisierten Partnern vorgefertigt, die Endmontage und Qualitätskontrolle erfolgt im Werk Albstadt. Dort laufen Elektroprüfung, Lüftungs-Dichtheitsprüfung, Medienleitungs-Drucktest und FAT (Factory Acceptance Test) unter kontrollierten Hallenbedingungen – unabhängig von Witterung und Baustellenverzögerungen.
Die modulare Bauweise ermöglicht parallele Fertigung mehrerer Module: Während Modul 1 die Endmontage durchläuft, wird Modul 2 bereits geschweisst. Bei mehrteiligen Anlagen (z. B. BSL-3-Komplex mit Personalschleuse, Labor und Technikraum) verkürzt das die Gesamtfertigungszeit um 30–40 % gegenüber sequentieller Einzelfertigung.
Die Konstruktion unserer Laborcontainer
Das Herzstück jedes Planexus-Laborcontainers ist ein robuster Stahlrahmen, der höchsten Belastungen standhält. Die Rahmenkonstruktion ist so ausgelegt, dass sie den Transport per LKW, Schiff oder Bahn problemlos übersteht und auch bei gestapelten Containern absolute Stabilität gewährleistet.
Wandaufbau und Isolierung
Die Wandelemente bestehen aus hochisolierenden Sandwichpaneelen mit einer Stärke von 80 bis 120 mm. Der Kern aus Polyurethan-Hartschaum oder Mineralwolle bietet eine hervorragende Wärmedämmung (U-Wert bis 0,20 W/m²K) und erfüllt höchste Brandschutzanforderungen. Die Oberflächen sind wahlweise aus pulverbeschichtetem Stahl, Edelstahl oder HPL-beschichteten Platten gefertigt – je nach Anforderung an Chemikalienbeständigkeit und Reinigungsfähigkeit.
Bodenaufbau
Der Boden unserer Laborcontainer ist für hohe Punktlasten ausgelegt und nimmt auch schwere Laborgeräte problemlos auf. Ein mehrschichtiger Aufbau mit Stahlunterkonstruktion und Isolierung bildet die Basis für verschiedene Bodenbeläge. Für Labore mit erhöhten Anforderungen an die Chemikalienbeständigkeit verwenden wir spezielle Laborböden aus Epoxidharz oder PVC mit verschweißten Nähten.
Dachkonstruktion
Das Dach ist nicht nur für die Witterungsbeständigkeit entscheidend, sondern auch für die Integration technischer Anlagen. Unsere Dachkonstruktionen bieten ausreichend Raum für Klimageräte, Lüftungsanlagen und Abluftführungen. Die thermische Trennung zwischen Dach und Innenraum verhindert Kondensatbildung und sorgt für ein stabiles Raumklima.
Technische Ausstattung ab Werk
Elektroinstallation
Komplette elektrische Ausstattung nach VDE mit Sicherungsverteiler, Steckdosen und Beleuchtung.
Medienversorgung
Installation von Gas-, Wasser- und Druckluftleitungen nach Laborstandard.
Lüftungstechnik
Integrierte Lüftungsanlagen mit Filterung und optionaler Klimatisierung.
Sicherheitstechnik
Brandmeldeanlage, Notduschen und Augenspüleinrichtungen auf Wunsch.
Fertigungsprozess und Qualitätssicherung
Unser Fertigungsprozess folgt einem strukturierten Ablauf, der höchste Qualität bei effizienter Produktion gewährleistet. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert und kontrolliert, sodass wir am Ende ein Produkt übergeben können, das unseren strengen Qualitätsanforderungen entspricht.
Vorfertigung der Komponenten
Die einzelnen Komponenten – Stahlrahmen, Wandelemente, Dachelemente – werden in spezialisierten Werkstätten vorgefertigt. Dies ermöglicht eine präzise Fertigung unter kontrollierten Bedingungen und verkürzt die Montagezeit vor Ort erheblich. Die Stahlkonstruktion wird sandgestrahlt und mit einer mehrschichtigen Korrosionsschutzbeschichtung versehen, die jahrzehntelangen Schutz bietet.
Montage und Ausbau
Die Montage erfolgt in einer überdachten Halle, geschützt vor Witterungseinflüssen. Die vorgefertigten Elemente werden zusammengefügt, die technischen Installationen eingebracht und der Innenausbau durchgeführt. Unser erfahrenes Montageteam arbeitet nach detaillierten Arbeitsplänen und stellt sicher, dass jedes Detail stimmt.
Endkontrolle und Abnahme
Vor der Auslieferung durchläuft jeder Laborcontainer eine umfassende Endkontrolle. Wir prüfen alle technischen Systeme, führen Dichtigkeitstests durch und dokumentieren den Zustand fotografisch. Die Abnahme erfolgt gemeinsam mit dem Kunden, sodass Sie sich vor Ort von der Qualität überzeugen können.
Containergrößen und Konfigurationen
Unsere Laborcontainer sind in verschiedenen Standardgrößen verfügbar, die sich an den gängigen Container-Maßen orientieren und somit einen problemlosen Transport ermöglichen:
- 20-Fuß-Container: ca. 6,0 x 2,4 m (14,4 m² Nutzfläche)
- 40-Fuß-Container: ca. 12,0 x 2,4 m (28,8 m² Nutzfläche)
- Überbreite Container: bis 3,0 m Breite (erhöhte Transportanforderungen)
- Doppelstöckige Anlagen: für maximale Raumnutzung
- Mehrteilige Komplexe: durch Verbindung mehrerer Module
Auf Wunsch fertigen wir auch Sondergrößen, die exakt auf Ihre räumlichen Gegebenheiten abgestimmt sind. Sprechen Sie uns an – gemeinsam finden wir die optimale Lösung.
Nachhaltigkeit in der Fertigung
Die modulare Bauweise ermöglicht mehrere Lebenszyklen: Container werden nach Projektende gereinigt, dekontaminiert und für den nächsten Einsatz aufbereitet. Die Wärmedämmung (U-Wert bis 0,20 W/m²K) reduziert den Energiebedarf für HVAC-Systeme nach DIN 1946-7 erheblich.
Am Ende der Nutzungsdauer werden Stahlrahmen und Sandwichpaneele dem Recycling zugeführt. Materialnachweise (Stahlgrad, Dämmstoff, Beschichtung) werden in der Werkstattdokumentation hinterlegt.
Fertigung nach Branche und Normenanforderung
Die Werksfertigung wird an den Einsatzzweck angepasst. Für Laborcontainer Pharma & Biotech fertigen wir Annex-1-konforme Reinraummodule mit ISO-14644-Dichtheitskonzept. Public-Health-Labore erhalten BSL-2/3-Module mit TRBA-100-konformer Luftführung und BioStoffV-Dokumentation.
Lüftungstechnik nach DIN 1946-7, ATEX-Ausführung nach EN 60079 und GMP-Oberflächen nach Annex 1 werden ab Werk integriert und im FAT protokolliert. ISO-17025-Prüflabore erhalten vibrationsarme Bodenkonstruktionen und kalibrierbare Umgebungszonen. Jedes Modul verlässt das Werk mit vollständiger Werkstattdokumentation.
Die Stahlrahmen-Konstruktion wird nach statischer Berechnung nach DIN EN 1990 ausgelegt: Punktlasten bis 500 kg/m² für schwere Laborgeräte, Windlasten nach DIN EN 1991 für Dachaufbauten (HVAC), Transportlasten nach ISO 1496 für Straßen- und Seetransport. Schweißnähte werden nach DIN EN ISO 5817 Klasse B geprüft.
BSL-3-Fertigung erfordert luftdichte Konstruktion mit Dichtheitsnachweis (Leckrate < 0,5 m³/h·m² bei 50 Pa), HEPA-Doppelfilterung und druckgehaltene Wanddurchführungen. GMP-Fertigung erfordert glatte, desinfizierbare Oberflächen ohne Poren und dokumentierte Materialzertifikate (3.1 nach EN 10204).
Die Lage des Werks Albstadt (A81, Ausfahrt Albstadt-Ebingen) ermöglicht Same-Day-Lieferung nach Stuttgart, Tübingen und Reutlingen. Für Laborcontainer Stuttgart und Umgebung entfällt Übernachtungslogistik – Transport und Montage am selben Tag.
Individuelle Fertigung
Jeder Laborcontainer wird nach Ihren Spezifikationen gefertigt. Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.
Angebot anfordernQualitätsmerkmale
- Fertigung in Deutschland
- Robuste Stahlkonstruktion
- Hochwertige Isolierung
- Labortaugliche Oberflächen
- Vollständige Dokumentation
- 5 Jahre Gewährleistung
Häufige Fragen zum Modulbau & Fertigung
Aus welchen Materialien besteht ein Planexus-Laborcontainer?
Das Tragwerk ist ein geschweisster Stahlrahmen (S235/S355) mit Korrosionsschutzbeschichtung. Wandelemente sind Sandwichpaneele (80–120 mm) mit PU-Hartschaum oder Mineralwolle (U-Wert bis 0,20 W/m²K). Oberflächen: pulverbeschichteter Stahl, Edelstahl 1.4301 oder HPL für chemikalienbeständige Labore. Böden: Stahlunterkonstruktion mit Epoxidharz- oder PVC-Belag. Dach: trapezblechverkleidet mit integriertem HVAC-Platz.
Kann ein Container BSL-3-Anforderungen erfüllen?
Ja. BSL-3-Module erhalten luftdichte Wand- und Deckenverbindungen, kontrollierten Unterdruck (typisch −25 Pa zur Schleuse, −50 Pa zum Außenbereich), HEPA-H14-Doppelfilterung in Zu- und Abluft mit Bag-In-Bag-Out, Personalschleuse mit Dichtheitsprüfung, Materialschleuse mit Autoklav und Notdusche. Die Konstruktion wird nach TRBA 100/120 und BioStoffV § 15 dokumentiert. Endkontrolle umfasst Dichtheitsmessung und Filter-Integritätsprüfung.
Welche Containergrößen werden gefertigt?
Standard: 20-Fuß (6,0 × 2,4 m, 14,4 m²), 40-Fuß (12,0 × 2,4 m, 28,8 m²), Überbreite bis 3,0 m. Sondergrössen und mehrteilige Komplexe (Verbindung mehrerer Module) sind möglich. Doppelstöckige Anlagen für maximale Flächennutzung. Alle Grössen orientieren sich an Transportnormen (Straße, Bahn, See) und werden im Werk Albstadt Endmontage und Qualitätskontrolle unterzogen.
Wie läuft die Qualitätskontrolle in der Fertigung ab?
Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert: Schweißnahtprüfung, Dämmwert-Messung, Elektroprüfung nach VDE 0100, Lüftungs-Dichtheitsprüfung, Medienleitungs-Drucktest. Vor Auslieferung: Endkontrolle aller Systeme, fotografische Dokumentation, gemeinsame Abnahme mit Kunden. Bei GMP/BSL-Projekten zusätzlich FAT (Factory Acceptance Test) mit Protokoll für IQ/OQ/PQ.
Wo wird der Laborcontainer gefertigt?
Rohbau und Vormontage erfolgen bei spezialisierten Partnern, Endfertigung und Ausstattung im Werk Planexus in Albstadt (Emil-Mayer-Straße 1, 72461 Albstadt). Dort laufen Elektroinstallation, Lüftungstechnik, Medienversorgung, Innenausbau und Qualitätskontrolle unter deutschen Standards. Über die A81 sind Standorte in Stuttgart, München und der gesamten DACH-Region in 1,5–4 Stunden erreichbar.
Welche Vorteile hat modulare Fertigung gegenüber Stick-Build?
Modulare Fertigung unter Hallendach eliminiert Witterungsrisiken, verkürzt die Bauzeit auf 8–12 Wochen und erlaubt parallele Qualitätsprüfung aller Gewerke im Werk. Jede Einheit wird identisch dokumentiert – FAT, IQ-Vordokumentation und Fotoprotokoll. Stick-Build auf der Baustelle dauert 12–18 Monate, ist wetterabhängig und erzeugt Gewerkekollisionen. Container bleiben bei Bedarf umsetzbar, Stick-Build nicht.
Qualität, die überzeugt
Überzeugen Sie sich selbst von unserer Fertigungsqualität. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Produktionsstätte zu besuchen.
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