Leistungen

Laborplanung für Container – Grundriss, Reinraum, GMP-Konform

CAD-Layouts, 3D-Visualisierung, TGA-Konzepte, Reinraum-Klassen ISO 14644 und BSL-/GMP-Containment – maßgeschneidert für jedes Containerlabor.

Spezialisiert auf BSL-2-, BSL-3-, GMP- und ATEX-Laborumgebungen. Keine generische Architekturplanung, keine Bürocontainer – ausschließlich modulare Laborinfrastruktur mit den dafür nötigen Normen, Lüftungskonzepten und Behördenfreigaben.

Start Leistungen Technische Fachplanung

Laborplanung für Container: CAD, TGA und Reinraum ISO 14644

Die technische Fachplanung eines Laborcontainers beginnt mit der Normenmatrix: Welche ISO-Klasse (14644-1), welche Lüftungsstufe (DIN 1946-7), welche Containment-Stufe (TRBA 100, BioStoffV) und welche Prüfnorm (ISO 17025) gilt für das Projekt? Diese Festlegung bestimmt Grundriss, HVAC-Dimensionierung, Medienführung und Transportmaße.

Unser Planungsprozess startet mit einer strukturierten Bedarfsanalyse: Arbeitsabläufe, Geräteliste, Sicherheitsstufe, Medienbedarf und Standortbedingungen. Auf dieser Basis entstehen CAD-Grundrisse mit Zonenplanung (Reinraum, Schleuse, Technikraum, Gefahrstofflager), TGA-Konzept mit Luftwechselberechnung und 3D-Visualisierung zur Kollisionsprüfung. Jede Planungsentsscheidung wird in einem Planungsbericht mit Normreferenz dokumentiert.

Containerplanung unterscheidet sich von Gebäudeplanung durch Transportrestriktionen: Maximale Modulbreite 2,55 m (Standard) oder 3,0 m (Schwertransport), maximale Länge 12 m pro Modul, maximale Höhe 3,0 m für Straßentransport. Alle Bauteile – HVAC-Geräte, Abzüge, Sicherheitsschränke – müssen durch Containertüren passieren oder werden als Einzelkomponenten nachgerüstet.

Unsere Planungsleistungen im Detail

Raumplanung & Layout

Optimale Anordnung von Arbeitsbereichen, Geräten und Verkehrswegen für maximale Effizienz.

TGA-Fachplanung

Technische Gebäudeausrüstung inkl. Lüftung, Elektrik, Medienversorgung und Abwasserführung.

3D-Visualisierung

Fotorealistische Renderings und virtuelle Begehungen für ein klares Bild des fertigen Labors.

Ausführungsplanung

Detaillierte technische Zeichnungen und Spezifikationen für die Umsetzung.

Der Planungsprozess bei Planexus

Unser strukturierter Planungsprozess stellt sicher, dass jedes Detail berücksichtigt wird und Sie am Ende ein Labor erhalten, das Ihre Erwartungen übertrifft.

Phase 1: Bedarfsanalyse und Konzeptentwicklung

In der ersten Phase führen wir intensive Gespräche mit allen Stakeholdern – von den Laborleitern über die Facility Manager bis hin zu den Wissenschaftlern, die täglich im Labor arbeiten werden. Wir analysieren die geplanten Arbeitsabläufe, die benötigten Geräte und die spezifischen Anforderungen an Sicherheit und Hygiene. Auf dieser Basis entwickeln wir erste Konzeptentwürfe, die wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren und verfeinern.

Phase 2: Vorplanung und Entwurf

Sobald das Konzept steht, beginnt die eigentliche Planungsarbeit. Unsere Ingenieure erstellen detaillierte Grundrisse, Schnitte und Ansichten. Wir planen die technische Infrastruktur – von der Stromversorgung über die Medienversorgung (Gase, Wasser, Druckluft) bis hin zur Lüftungs- und Klimatechnik. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Einhaltung aller relevanten Normen und Vorschriften, insbesondere der DIN EN 12128 für Laboratorien, der ASR A3.6 für Lüftung sowie der Arbeitsstättenverordnung.

Phase 3: Ausführungsplanung

In der Ausführungsplanungsphase werden alle Details festgelegt. Wir erstellen Leistungsverzeichnisse, definieren Materialien und Qualitäten und koordinieren die verschiedenen Gewerke. Unsere 3D-Modelle ermöglichen eine präzise Kollisionsprüfung, sodass Probleme bereits in der Planungsphase erkannt und gelöst werden können.

Phase 4: Begleitung der Umsetzung

Auch während der Bauphase stehen wir Ihnen zur Seite. Wir überwachen die Ausführung, koordinieren die beteiligten Firmen und stellen sicher, dass die Umsetzung exakt nach Plan erfolgt. Bei Änderungswünschen oder unvorhergesehenen Herausforderungen reagieren wir flexibel und finden pragmatische Lösungen.

Besondere Anforderungen an Laborcontainer

Die Planung von Laborcontainern stellt besondere Anforderungen an unsere Ingenieure. Im Gegensatz zu konventionellen Laborgebäuden müssen alle technischen Systeme auf engstem Raum untergebracht werden, ohne die Funktionalität einzuschränken. Gleichzeitig müssen die Container transportabel bleiben und die strengen Anforderungen des Straßentransports erfüllen.

Unsere langjährige Erfahrung im Containerlabor-Bau ermöglicht es uns, auch komplexe Anforderungen in kompakten Einheiten umzusetzen. Wir haben Lösungen entwickelt für:

  • BSL-2 und BSL-3 Labore mit kontrollierten Unterdruckzonen
  • Reinraumlabore nach ISO-Klassifizierung
  • Analytiklabore mit empfindlicher Messtechnik
  • Chemielabore mit Abzugssystemen und Gefahrstofflagerung
  • Mikrobiologische Labore mit speziellen Hygieneanforderungen
  • Mobile Forschungseinheiten für Feldstudien

Warum modulare Laborplanung statt Stick-Build?

Stick-Build-Projekte binden Planungskapazität über Monate an Baustellenkoordination, Nachtragsmanagement und Gewerkekollisionen. Modulare Laborplanung definiert alle Schnittstellen – Lüftung nach DIN 1946-7, Reinraum nach ISO 14644, Containment nach TRBA 100, ATEX nach EN 60079 – bereits in der Entwurfsphase, weil der Container als geschlossenes System im Werk fertiggestellt und transportiert wird.

Für Laborcontainer Pharma & Biotech planen wir GMP-konforme Druckkaskaden und Annex-1-Containment; für Forschungs- und Hochschullabore flexible Grundrisse mit erweiterbaren Modulanschlüssen. ISO-17025-Prüflabore erhalten dokumentierte Messketten und kalibrierbare Umgebungsbedingungen ab Planungsstart.

Normen und technische Planungsgrundlagen im Überblick

Jede Planungsleistung wird anhand einer Normenmatrix dokumentiert. Für BSL-3-Labore gelten TRBA 100, BioStoffV und kontrollierte Unterdruckzonen (typisch −25 Pa zur Schleuse, −50 Pa zum Außenbereich). GMP-Projekte referenzieren EU-GMP Annex 1 (Stand 22.08.2022) mit Contamination Control Strategy. ATEX-Zonen nach EN 60079 erfordern separate Planung von Zündquellen, Lüftung und Ex-Schutz.

Die TGA-Planung umfasst Luftwechselberechnung nach DIN 1946-7, Medienversorgung (Prozesswasser, VE-Wasser, technische Gase), Abwasserführung mit Gefahrstofftrennung und elektrische Lastberechnung nach VDE. Alle Werte fließen in Ausführungspläne für die Werksfertigung in Albstadt – ohne Nachplanung auf der Baustelle.

Für Reinraumplanung nach ISO 14644 berechnen wir Partikelgrenzwerte (Klasse 5–8), Recovery Time nach ISO 14644-3, Druckkaskaden zwischen Zonen und HEPA-Filterkonzept (H13/H14). Für BSL-3 planen wir gerichtete Luftströmung mit Unterdruckzonen, Personalschleuse und Bag-In-Bag-Out-Filterwechsel. Jede Berechnung wird mit Eingangsparametern, Annahmen und Ergebnis im Planungsbericht festgehalten.

ATEX-Zonenplanung nach EN 60079 umfasst Zoneneinteilung (Zone 0/1/2), Zündquellenanalyse, Ex-geschützte Geräteauswahl und Lüftungskonzept für brennbare Gase. Die Zoneneinteilung wird in den CAD-Grundrissen farblich markiert und in der Elektroplanung berücksichtigt.

ISO-17025-Planung umfasst Messplatzdefinition mit Umgebungstoleranzen, Rückverfolgbarkeit der Kalibrierkette und Dokumentation der Einflussgrößen auf die Messunsicherheit. Jeder Arbeitsplatz erhält eine eindeutige Messplatz-ID im Raumbuch.

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Auf einen Blick

  • Individuelle Bedarfsanalyse
  • 3D-Visualisierung inklusive
  • Normgerechte Planung
  • TGA-Koordination
  • Baubegleitung optional
  • Festpreisangebot möglich

Häufige Fragen zur Laborplanung

Welche Normen fließen in die Laborcontainer-Planung ein?

Die technische Fachplanung berücksichtigt ISO 14644-1/-2 für Reinraumklassen, DIN 1946-7 für Lüftung in Laborräumen, DIN EN 12128 für Laborgebäude, ASR A3.6 für Lüftung am Arbeitsplatz, TRBA 100/120 für BSL-2/3, EU-GMP Annex 1 für sterile Bereiche, ISO 17025 für Prüflabor-Anforderungen und EN 60079 für ATEX-Zonen. Jede Norm wird im Planungsdokument mit konkreten Sollwerten hinterlegt – Luftwechselrate, Differenzdruck, Partikelgrenzwerte, Medienversorgung und Sicherheitszonen.

Was liefert die Planungsphase als Ergebnis?

Sie erhalten CAD-Grundrisse und Schnitte, ein TGA-Konzept mit Lüftungs-, Elektro- und Medienplanung, 3D-Visualisierungen, Raumbuch mit Flächen und Lasten, Ausführungspläne für die Werksfertigung, Leistungsverzeichnisse und eine Normenmatrix. Bei GMP- oder BSL-Projekten zusätzlich URS-Dokument, Containment-Konzept und Schnittstellenliste für IQ/OQ/PQ.

Wie lange dauert die Laborplanung für einen Container?

Ein Standard-Laborcontainer (20-Fuß, BSL-2 oder analytisches Labor) benötigt 3–4 Wochen von Kickoff bis ausführungsreifer Planung. BSL-3- oder GMP-Reinraum-Container mit Annex-1-Anforderungen dauern 6–8 Wochen wegen zusätzlicher HVAC-Berechnungen, Druckkaskaden-Simulation und Behördenabstimmung. Serienprojekte wie LABtoGO nutzen vorgefertigte Planungsmodule und verkürzen die Phase auf 1–2 Wochen.

Plant Planexus auch Reinräume nach ISO 14644 im Container?

Ja. Wir planen Reinraumzonen von ISO Klasse 8 (GMP D) bis ISO Klasse 5 (GMP A) im Container. Die Planung umfasst HEPA-Filterkonzept (H13/H14), Luftwechselberechnung nach DIN 1946-7, Druckkaskaden zwischen Reinraum, Schleuse und Umgebung, Material- und Personalschleusen, Partikelmonitoring-Punkte und Recovery-Time-Nachweis nach ISO 14644-3. Die Reinraumqualifizierung (IQ/OQ/PQ) wird parallel zur Planung vorbereitet.

Warum modulare Planung statt konventionellem Stick-Build?

Modulare Laborplanung erzwingt frühe Festlegung aller Schnittstellen – Medien, Lüftung, Geräte, Transportmaße – weil der Container als geschlossenes System im Werk fertiggestellt wird. Das eliminiert Gewerkekollisionen, die bei Stick-Build erst auf der Baustelle sichtbar werden. Zudem ist die Planung transportoptimiert: Jedes Bauteil muss durch Containertüren passen und Straßenverkehrsvorschriften erfüllen. Ergebnis: kürzere Gesamtprojektzeit (8–12 Wochen statt 12–18 Monate) bei gleicher Normkonformität.

Welche Unterlagen brauche ich für die Laborplanung?

Für den Planungsstart: Projektsteckbrief mit Laborart und Schutzstufe, Geräteliste mit Abmessungen und Anschlusswerten, gewünschte Reinraumklassen oder GMP-Stufe, Standortdaten (Grundstücksplan, Medienanschlüsse), Nutzeranforderungen (Arbeitsplätze, Schichtmodell) und Bestandspläne bei Erweiterung. Für GMP-Projekte zusätzlich URS-Vorlage, CCS-Entwurf und QP-Anforderungen. Wir stellen Checklisten bereit und führen den Kickoff-Workshop remote oder vor Ort durch.

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